Gregor Törzs

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Gregor Törzs, "Schmetterling"

Gregor Törzs

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Gregor Törzs, geboren 1970 in Hamburg, ist über Umwege zur Fotografie gekommen. Vorzeitig von der Schule abgegangen, zog es ihn, knapp zwanzigjährig, nach Los Angeles, wo er von dem Oscar prämierten Spezialeffekt-Experten John Dykstra und Doug Smith das Filmhandwerk erlernte und danach als Beleuchter und Kameramann tätig war. Eine interessante Wende nahm Törzs’ Berufsleben, als es ihn reizte, den Platz hinter der Kamera mit jenem davor einzutauschen: Als Filmschauspieler wirkte er seither in diversen Kino- und Fernsehproduktionen mit, setzte jedoch, parallel dazu, seine Arbeit als Kameramann fort. Seine vom Filmschaffen geprägte Ästhetik fand schliesslich auch Eingang in Törzs’ jüngstes Tätigkeitsfeld: die Kunst-Fotografie.

 Törzs ist kein Mann, der sich von Hindernissen aufhalten lässt. Für seine Fotoserie Ciel Lourd tauchte er ein Jahr lang ab – im wahrsten Sinne des Wortes: Ausgerüstet mit einer sechzig Jahre alten Fotokamera und einem eigens dafür konstruierten wasserdichten Gehäuse, verbrachte Törzs rund 250 Stunden unter Wasser, um die geheimnisvolle Schönheit der Untiefen des Roten Meeres festzuhalten. Doch damit nicht genug: Mit der Vision vor Augen, von Traumbildern inspirierte Werke zu schaffen, nahm Törzs sogenannte matte paintings – motivisch bedruckte Glasscheiben – auf seine Tauchgänge mit, welche sich mit der submarinen Umgebung zu phantastischen Ansichten vermählten. So darf sich nicht wundern, wer in der Ausstellung auf verwunschene Tore oder gar Flugzeuge stösst, die von fein schimmernden Fischschwärmen umkreist werden. Doch auch dort, wo Törzs von jeglicher Manipulation absieht und die Unterwasserwelt so abbildet, wie er sie vorfand, beginnt man zu zweifeln: Sieht man sich hier wirklich Neptuns Reich gegenüber? Oder zeigt das Bild nicht vielmehr eine malerisch anmutende Landschaft, gekrönt von einem atmosphärisch schweren Himmel – einem ciel lourd

Wo in der Serie Ciel Lourd der Träumer in Törzs zum Zuge kommt, ist es bei Boy on Safari der Tüftler. Durch geschickte Wahl des Bildausschnittes und bewusst dunkel gehaltener Szenerie gelingt es ihm hier, dem Betrachter vorzugaukeln, er befände sich inmitten von wilder Flora und Fauna. Dass dem keineswegs so ist, offenbart sich erst auf den zweiten Blick. Bemerkenswert ist ferner Törzs’ Umgang mit dem Licht: Anstatt die Motive mit Hilfe künstlicher Lichtquellen auszuleuchten, beschränkt er sich hier – wie übrigens auch in Ciel Lourd – darauf, die tatsächlich vorgefundenen Lichtverhältnisse zu dokumentieren. Dieses Spiel mit Schein und Sein, das konstante Ausloten sowie die gelegentliche Manipulation der sichtbaren Realität machen den Reiz dieser ebenso eigenständigen wie eigensinnigen Werke aus und bezeugen Törzs’ aussergewöhnliches Können. 

Zürich, 2009, Paulina Szczesniak

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"Antilopen", Platin Palladium Print, 2011, 25 x 31 cm, Auflage 12

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"Fischlein", Platin Palladium Print, 2011, 25 x 31 cm, Auflage 12

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"Fischschwarm", Platin Palladium Print, 2011, 25 x 31 cm

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"Gepard", Platin Palladium Print, 2011, 25 x 31 cm, Auflage 12

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"Käfer", Platin Palladium Print, 2011, 31 x 25 cm, Auflage 12

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"Löwe", Platin Palladium Print, 2011, 25 x 31 cm, Auflage 12

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"Motte", Platin Palladium Print auf Bütten, 2011, 25 x 31 cm, Auflage 12

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"Mücke", Platin Palladium Print aus Bütten, 2011, 25 x 31 cm, Auflage 12

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"Mückenflügel", Platin Palladium Print, 2011, 25 x 31 cm, Auflage 12

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